Kategorie Archiv: Aktuelles

Trends 2019

Endes des Jahres werfen wir wie immer einen Blick in die Zukunft und decken erste Spuren der Trends für das kommende Jahr auf.

Asymmetrische Layouts

Asymmetrische Layouts liegen im Trend. Webseiten bewegen sich weg von starren Rastern und geraden Reihen hin zu diagonalen Linien und Elementen, die aus der Reihe tanzen. Das typische Gestaltungsraster wird durchbrochen und sich überlagernde Elemente sind erlaubt. Webseiten werden so noch kreativer.

Asymmetrische Layouts wirken dynamischer und lebendiger. Außerdem erzielen sie beim Nutzer mehr Aufmerksamkeit, da neue und unerwartete Raster eingesetzt werden. Zudem wecken sie den Entdeckergeist des Users, der interessiert und neugierig das neuartige Design erkundet.

Knallige Farben

Das neue Jahr wird bunt – zumindest was die Farbauswahl betrifft. Designer setzen auf leuchtende, kräftige und bunte Farben. Der Mut zu mehr Farbe zeichnete sich dieses Jahr bereits ab, 2019 werden noch mehr Webseiten und Printmedien in knalligen Farben zu sehen sein. Denn: Je farbenfroher Ihr Werbemittel ist, desto mehr wird es sich abheben.

Logo-Trends

Duoton und Farbverläufe

2019 wird das Jahr der Farbverläufe und des Duotons im Unternehmenslogo. Der Trend geht weg von einfarbigen Logos hin zu Logos mi tFarbverläufen oder mindestens zwei Farben. Dabei werden nicht nur erwartete Kombinationen wie Blau/Violett oder Rot/Orange verwendet, sondern auch gewagtere Farbkombinationen. Grenzen bei der farblichen Gestaltung des Logos gibt es im neuen Jahr immer weniger.

Dynamische Logos

Responsive und dynamische Logos sind immer mehr imKommen. Responsive Logos sind skalierbar, das heißt ihre Größe passt sich der Bildschirmgröße des Users an. 2019 geht sogar noch einen Schritt weiter. Das Logo verändert nicht nur seine Größe, sondern sogar seine gesamte Form. Das heißt, Logos, die in der Desktop-Variante aus einem Icon und einem Schriftzug bestehen, sind in der mobilen Version nur noch als stark vereinfachtes Icon dargestellt.

Typografie-Trends

Serifenschriften

Im kommenden Jahr stehen Serifenschriften hoch im Kurs. Dabei gewinnen die Serifen deutlich mehr an Gewicht und Fülle. Experten vermuten, dass Serifenschriften in einer noch nie dagewesenen Bandbreite und Vielfältigkeit erscheinen werden.

3D-Schrift

Der 3D-Effekt kommt nun auch in der Typografie an. Dabei kann jede Schriftart mit einem solchen Effekt versehen werden.

Eigene Schriftarten

Immer mehr Unternehmen lassen eine unternehmenseigene Schriftart entwickeln. So sorgen Unternehmen für einen unverwechselbaren Auftritt, bauen ihre Marke gezielt auf und heben sich von der Konkurrenz durch eine einzigartige Schrift ab.

Groß & wuchtig

Schriften werden 2019 größer und wuchtiger. Sie springen also mehr ins Auge und wecken mehr Aufmerksamkeit. Das Zauberwort heißt hier aber ganz klar: Minimalismus. Große und wuchtige Schriften sollten nur sparsam eingesetzt werden, da sonst das Werbemittel – egal ob digital oder Print – zu überladen wird und der „Springt-sofort-ins-Auge-Effekt“ wirkungslos verpufft.

Bilder-Trends

2019 neigt sich die Zeit von Stockfotos weiter dem Ende entgegen. Man greift nicht mehr auf fremde Bilder, die in Bild-Datenbanken für jeden zur Verfügung stehen, zurück, sondern setzt auf eigene Bilder. Bei der Bildauswahl ist es besonders wichtig, dass die Bilder natürlich wirken und nicht gestellt sind. Noch besser als Stockfotos sind Illustrationen, die eigens für das Unternehmen angefertigt werden. Mehr Einzigartigkeit geht also nicht mehr. Der zeitliche und/oder finanzielle Aufwand lohnt sich, denn solche Illustrationen konvertieren siebenmal besser als Stockfotos.

3D-Design

3D-Design ist hoch im Kurs. Es verleiht dem Medium mehr Tiefe und macht es lebendig. Eine Sonderform stellt das Isometrische Design dar. Es zeigt Dinge oder Situationen aus der Vogelperspektive von schräg oben.

Augmented Reality (AR)

Durch Augmented Reality wird die Umgebung des Nutzers auf einem Display dargestellt. Er erhält also ein Abbild der Realität in Echtzeit. Dieses Abbild kann nun durch weitere Objekte erweitert werden. Nutzer können durch AR zum Beispiel aussuchen, welche Vase am besten in ihr Wohnzimmer passt, oder ausprobieren wie sich leere Räume am besten einrichten lassen.

Bewegtbilder & Animationen

Videos, die beispielsweise als Hintergrund eingebunden sind, liegen stark im Trend. Dadurch werden Webseiten aufgelockert und Emotionen besonders einfach transportiert. 2019 setzen Designer verstärkt auch auf Animationen, insbesondere sogenannte Micro-Interaktionen. Dabei handelt es sich um kleine Animationen, die leichte visuelle Effekte erzielen. Oftmals werden die Animationen erst sichtbar, wenn der Benutzer mit der Maus über ein Element auf der Webseite fährt. Dabei spielt es keine Rolle, wie groß oder klein dieses Element ist, jedes kann mit einer Animation versehen werden.

Mut zur Lücke

Mut zur Lücke heißt es 2019, denn es ist absolut im Trend verstärkt mit sogenanntem negativen Raum zu arbeiten. Diese Leerräume lockern Webseiten auf und können das Auge gezielt auf Kernaussagen lenken. Manchmal kann weniger auch mehr sein.

Fazit

2019 ist das Jahr der schrägen Layouts, knalligen Farben und wuchtigen Schriften. 3D-Design und Animationen setzen sich immer weiter durch und natürliche sowie eigene Bilder und eigene Schriftarten verleihen dem Unternehmensauftritt mehr Individualität und Einzigartigkeit denn je. Webdesigner können sich auch im kommenden Jahr wieder richtig austoben. Dennoch sollte man bei all den Trends eines nicht vergessen: Passt es zu Ihnen und Ihrem Unternehmen und dem Bild, das Sie nach außen hin vermitteln möchten? Möglich ist vieles, ob dies auch immer so sinnvoll ist hängt von jedem Unternehmen individuell ab. Deshalb sollte jeder Trend erst einmal gründlich hinterfragt werden, bevor man auf den Design-Trend-Zug aufspringt.

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Datenschutzverstöße bei Facebook-Seiten – wer ist verantwortlich?

Kaum trat die DSGVO in Kraft, gab es auch schon die ersten Abmahnungen und mittlerweile gibt es auch das eine oder andere Gerichtsurteil. Ein Streitpunkt war zum Beispiel, wer die Verantwortung trägt, wenn durch den Betrieb einer Fan- oder Unternehmensseite auf Facebook die Datenschutzgrundverordnung verletzt wird.

Der Europäische Gerichtshof hat entschieden, dass sowohl der Betreiber als auch Facebook selbst Verantwortung für den Verstoß tragen. Diese gemeinsame Verantwortung birgt ein großes Problem, da Seiten-Betreiber nicht beeinflussen können, wie personenbezogene Daten bei Facebook erhoben und verarbeitet werden. Erst kürzlich erklärte die Datenschutzkonferenz, dass in ihren Augen Fanpages auf Facebook rechtswidrig sind.

Einige Tage später reagierte Facebook auf diese Erklärung und versprach gewisse Änderungen vorzunehmen. Nähere Informationen zu Facebooks Stellungsnahme finden Sie hier (leider nur in englischer Sprache verfügbar): https://www.facebook.com/business/news/updates-for-page-admins-in-the-eu-and-the-eea. Außerdem hat Facebook ein sogenanntes „Page Controller Addendum“ ins Leben gerufen. Dieses finden Sie unter folgendem Link: https://www.facebook.com/legal/terms/page_controller_addendum#.

Was müssen Sie als Betreiber einer Fan- bzw. Unternehmensseite bei Facebook jetzt tun?

Facebook empfiehlt, sich das Addendum gründlich durchzulesen sowie eine verantwortliche Person inklusive Kontaktdaten zu benennen. Falls Sie einen Datenschutzbeauftragten haben, sollten Sie diesen laut Facebook ebenfalls auf Ihrer Facebook-Seite erwähnen. Diese Informationen sollten im Info-Abschnitt stehen.

Rechtsexperten von eRecht24.de raten folgende Schritte:

  • Oben erwähnten Page Controller Addendum mit Facebook schließen
  • Eigene Datenschutzerklärung für Social Media Plattformen erstellen und veröffentlichen

Page Controller Addendum

Das Problem mit dem Addendum ist, dass ein „Bestätigen“- oder „Zustimmen“-Button fehlt. Es ist also nicht klar, wie genau man nun dieses Addendum mit Facebook schließen kann. Eine Möglichkeit – und im Moment wohl auch die Einzige – ist, in der Datenschutzerklärung für Social Media Plattformen einen Abschnitt zu integrieren, in dem hervorgeht, dass man das Addendum anerkennt und diesem zustimmt. Davor sollten Sie sich das Addendum aber gründlich durchlesen.

Datenschutzerklärung für Social Media Plattformen

Rechtsexperten empfehlen, eine eigene Datenschutzerklärung für Ihre Social Media Plattformen zu erstellen und zu veröffentlichen. Diese ist nicht zu verwechseln mit der allgemeinen Datenschutzerklärung, sondern stellt eine zusätzliche Datenschutzerklärung dar. Hier sollten Sie auch darauf hinweisen, dass Sie dem Facebook Addendum zustimmen. Am besten binden Sie die eigene Social-Media-Datenschutzerklärung auf Ihrer Webseite ein und verlinken dann von Ihrer Facebook-Seite aus auf die Datenschutzerklärung. Gerne sind wir Ihnen bei der Erstellung einer Datenschutzerklärung für Ihre Social Media Plattformen behilflich. Nehmen Sie dazu einfach Kontakt zu uns auf.

onlineoff Mandelboxen

Seit einigen Jahren ist es bei onlineoff Tradition, dass wir uns und unseren Kunden die Weihnachtszeit (und darüber hinaus) mit feinen gebrannten Mandeln versüßen. Das Design unserer Mandelbox wird jedes Jahr von unserer Grafikabteilung neu gestaltet. Seit 2013 immer mit dabei: die onlineoff-Mandel. Hier finden Sie eine Übersicht über unsere Mandelboxen-Designs der vergangenen Jahre mit der onlineoff-Mandel.

Mandelbox 2018

Unser Mandeln durften dieses Jahr in den Winterurlaub. Die beiden lassen sich die Sonne auf die Haut scheinen und verbringen spaßige Stunden beim Skifahren in den Alpen mit toller Aussicht.

Mandelbox 2017

Diesen Jahr zeigen wir euch, wie Weihnachten bei Familie Mandel aussieht. Mama schmückt den Baum, Papa sorgt für Musik und die Kinder lugen neugierig hinter der Wand hervor. Was es wohl für Geschenke gibt?

Mandelbox 2016

Die onlineoff-Mandel verbringt mit seiner Partnerin ruhige und entspannte Stunden in luftiger Höhe. Gemeinsam schaukeln sie einem neuen Jahr entgegen und schmieden verheißungsvolle Pläne.

Mandelbox 2015

Eine Fahrt mit dem Schlitten-Schneemobil bei Mondschein auf der hügeligen Piste bringt der onlineoff-Mandel richtig viel Spaß und jede Menge gute Laune. Darüber freuen sich auch die kleinen Mandel-Kinder.

Mandelbox 2014

Die onlineoff-Mandel bekommt Verstärkung und einen weiblichen Partner an die Seite gestellt. Zu zweit macht es schließlich viel mehr Spaß, Pirouetten auf dem Eis zu drehen – noch dazu in dieser herrlichen Winterlandschaft.

Mandelbox 2013

In diesem Jahr erblickt die onlineoff-Mandel zum ersten Mal das Licht der Welt und lächelt dem Mandel-Genießer fröhlich entgegen. Selbst das Schneetreiben um die gebrannte onlineoff-Mandel kann ihr nichts anhaben.

Wir sind Sponsor der Scanplusbaskets

Auch in der Basketball Saison 2018/2019 unterstützen wir wieder das Team der scanplusbaskets aus Elchingen in der 2. Basketball Bundesliga ProB Süd, die sich in der letzten Saison sogar den Meistertitel sichern konnten. Wir drücken dem Basketball-Team die Daumen, dass sie ihren Titel in der jetzigen Saison verteidigen können und dann der Aufstieg in die Liga ProA möglich wird.

Gewinnspiel: 3×2 Freikarten

onlineoff ist bei den meisten Heimspielen live in der Elchinger Brühlhalle dabei und feuert das Team an. Für das kommende Heimspiel am 20. Oktober 2018 könnt auch ihr live mit dabei sein, denn wir verlosen 3×2 Freikarten. Das Gewinnspiel startet am 11.10.2018 auf Facebook. Alles was ihr tun müsst, um an der Verlosung teilzunehmen, ist uns zu sagen, warum gerade ihr zu diesem Spiel müsst und mit wem ihr da hingehen würdet. Die Gewinner werden am 18.10. über Facebook benachrichtigt.

Infos zum Heimspiel

Datum: 20.10.2018
Uhrzeit: 19 Uhr
Ort: Brühlhalle in Elchingen (Nersinger Str. 21, 89275 Elchingen)
Gegner: Wiha Panthers Schwenningen

Die Wiha Panthers Schwenningen wurden in der letzten Saison Meister in der 1. Regionalliga Süd-West und sind in dieser Saison in die 2. Basketball Bundesliga ProB Süd aufgestiegen. In den bisherigen Spielen waren die Panthers ungeschlagen und stehen momentan auf dem 2. Tabellenplatz. Das Spiel gegen die scanplusbaskets verspricht also höchst spannend zu werden. Das solltet ihr euch nicht entgehen lassen.

Page Speed Update bei Google

Bereits Anfang des Jahres kündigte Google an, die Ladezeit einer Webseite auch bei der mobilen Suche zum Ranking Faktor zu machen. Anfang Juli wurde das Update schließlich für alle ausgerollt. Der Grund dafür liegt auf der Hand und den haben wir selbst schon mehrfach am eigenen Leib erfahren: Braucht eine Webseite zu lange, um vollständig zu laden, schließen wir die Seite genervt und entscheiden uns für eine andere. Schnell ladende Webseiten wirken sich positiv auf das Nutzererlebnis aus. Auch diverse Studien zeigen dieses Bild, wenn eine Webseite nicht schnell genug ist. Google selbst zeigt zum Beispiel, dass sich Webseitenabbrüche verdoppeln, wenn der Pagespeed von Webseiten 3 Sekunden übersteigt.

Wer ist von dem Pagespeed-Update betroffen?

Im Prinzip gilt das Update für jede Webseite, dennoch sind laut Googles eigener Aussage nur die langsamsten Webseiten tatsächlich von dem Update betroffen. Aber dies kann sich künftig ändern, wenn die Anforderungen an eine schnelle Ladezeit weiter steigen. Bereits schnell ladende Webseiten noch schneller zu machen, scheint momentan nicht unbedingt zielführend zu sein, da dadurch die Rankingpositionen nicht auch automatisch gesteigert werden. Positive Auswirkungen auf Rankings würden sich nur bei langsamen Seiten ergeben, die deutlich ihre Ladegeschwindigkeit verbessern konnten.

Was sollte man nun also tun?
In erster Linie sollte man sich ins Gedächtnis rufen, was Google mit seinen Suchergebnislisten bewirken möchte: das beste Ergebnis für den Nutzer/Suchenden bereitstellen gekoppelt mit einer guten Nutzererfahrung mit der Webseite. Ladegeschwindigkeit trägt sicherlich zu einer positiven Webseiten-Erfahrung bei, sie ist aber auch nicht alles. Für Google ist nach wie vor der Inhalt von Webseiten wichtiger. Wenn dieser perfekt zum Suchwort passt, dann haben auch langsame Webseiten Aussichten auf gute Rankings. Im Umkehrschluss heißt dies auch: eine schnelle Ladezeit, ansonsten aber schlechte und für den Suchenden irrelevante Inhalte verschaffen keine Ranking-Vorteile. Das Gesamtpaket muss stimmen und immer zum Suchbegriff passen.

4 Wochen nach dem Pagespeed Update

Einige Wochen nach dem Update sind erste Auswirkungen oder besser gesagt Schlussfolgerungen sichtbar. Dazu wurden Rankings von 1 Million Webseiten vor und nach dem Update überprüft. Die Ergebnisse:

  • der ermittelte Wert für die Ladezeit bei guten Rankings blieb gleich, nämlich bei 0,97 Sekunden
  • viele Webseiten haben ihren Pagespeed verbessert, durch das Update konnten aber keine nennenswerten Rankingveränderungen festgestellt werden
  • die oben genannten Aussagen von Google scheinen also zu stimmen

Wie so oft bei groß angekündigten Updates, ist der Wirbel darum meist größer als die tatsächlichen Auswirkungen. Dennoch lässt sich auch festhalten, dass eine optimierte Ladezeit sich auch nicht negativ auf Rankings auswirkt. Und schnelle Webseiten erfreuen den Nutzer, und der sollte ja schließlich im Mittelpunkt von allen Optimierungs-Maßnahmen stehen (und nicht Google).

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Google ändert seinen Kern-Algorithmus

Anfang August gab es in diesem Jahr bereits das dritte Core Algorithm Update von Google. Bei diesen Core Algorithm Updates nimmt Google Änderungen in seinem Kern-Algorithmus vor, was meist zu gravierenden positiven und negativen Auswirkungen in den Suchergebnissen führt.

Google gab am 1. August 2018 bekannt, dass in den nächsten Tagen ein solches Update ausgerollt wird, worin genau die Änderungen liegen, darüber hält sich Google wie so oft leider bedeckt. Der SEO-Branche bleiben dann nur Analysen, Vergleiche und Spekulationen.

Erste Ergebnisse
Erste Analysen zeigen schnell, dass es bei über der Hälfte aller großen Domains deutliche Veränderungen im Sichtbarkeitsindex gab. So deutlich waren die Einflüsse des Google Core Algorithm Updates selten sichtbar. Zudem konnten die Änderungen vor allen Dingen bei Webseiten festgestellt werden, die sensible Bereiche thematisieren, wie zum Beispiel Gesundheits- oder Finanzseiten. Dabei gibt es sowohl positive als auch negative Veränderungen zu verzeichnen.

Geänderte Google Quality Rater Guidelines als mögliche Erklärung

Im Juli hat Google umfassende Änderungen an seinen Quality Rater Guidelines vorgenommen. Dabei handelt es sich um Richtlinien, wie die Qualität von Webseiten zu bewerten ist und welche Kriterien erfüllt werden müssen, damit eine Webseite als gut bzw. vertrauenswürdig eingestuft wird. Diese Richtlinien erstellt Google selbst und stellt diese auch für alle zur Verfügung.

Die im Juli vorgenommenen Änderungen betrafen das sogenannte E-A-T Prinzip und wirken sich auf die Inhalte von Webseiten aus. Inhalte sollten Kompetenz (Expertise), Autorität (Authoritativeness) und Vertrauenswürdigkeit (Trustworthiness) vermitteln. Laut Google sind dies die drei Hauptkriterien, um zu beurteilen, ob die Qualität von Webseiten gut oder schlecht ist. Google stellt also an Webseiteninhalte ab sofort deutlich höhere Ansprüche besonders bei sensiblen Themen. So sollten beispielsweise medizinische Themen von einem Fachexperten mit entsprechendem beruflichem Background behandelt und in regelmäßigen Abständen aktualisiert werden.

Von diesen Änderungen sind vor allem die sogenannten Your Money or Your Life Pages betroffen, zu deutsch Geld-oder-Leben-Webseiten. Diese Seiten thematisieren sensible Bereiche aus dem Leben der Suchenden, bei denen Falschinformationen erhebliche negative Auswirkungen nach sich ziehen können. Beispiele sind unter anderem Gesundheit, Finanzen und Sicherheit. Für Google ist gerade hier die Qualität von Webseiten enorm wichtig. Da von dem Core Algorithm Update besonders Webseiten aus dem Gesundheits- und Finanzsektor betroffen sind, könnte es durchaus einen Zusammenhang mit den Änderungen an den Rater Guidelines geben.

Die Gewinner des Core Algorithm Update

Sistrix hat eine Auswertung vorgenommen und die Webseiten aufgelistet, die sowohl positive als auch negative Auswirkungen des kürzlich durchgeführten Updates verzeichnen. Zu den absoluten Gewinnern zählt die Plattform gutefrage.net mit fast 90 % Steigerung der Sichtbarkeit sowie aerztezeitung.de mit 85 % und 12gebrauchtwagen.de mit fast 80 %.

gutefrage.net
Auf gutefrage.net können Nutzer eine Frage stellen und Antworten erhalten. Die Plattform gibt es seit über 10 Jahren und hat sich zu einer großen Community mit einem gewissen Bekanntheitsgrad etabliert, was die 18 Mio monatlichen Webseitenbesucher bestätigen. Für das Fragen und Antworten gibt es Regeln, an die man sich halten sollte, gleichzeitig gibt es auch ein großes Support- und Moderatorenteam. Dennoch sagt die Plattform selbst, dass die Beiträge nicht redaktionell geprüft und bearbeitet werden.

In den Google Suchergebnissen kommt man an gutefrage.net fast nicht mehr vorbei, gerade wenn man eine sehr konkrete Frage stellt. Die Plattform war also schon vor dem Core Update bei Google sehr beliebt. Doch wer beantwortet die Fragen? Antworten darf jeder, der sich anmeldet und Lust dazu hat. Ob die Antwort richtig oder sinnvoll ist, steht auf einem anderen Blatt. Man darf hier also Googles 3 Hauptfaktoren Expertise, Authentizität und Vertrauenswürdigkeit für qualitativ hochwertige Inhalte durchaus anzweifeln. Unter den Antwortenden sind auch ausgewiesene Experten, zum Beispiel ein Sportmoderator. Eine kurze Recherche ergab, dass er seit 2 Monaten aktiv ist und in dieser Zeit 5 Fragen zum Thema Fußball-WM beantwortet hat. Experten-Antworten sind also rar gesät.

Die Tatsache, dass gutefrage.net DER Gewinner des Google Core Update ist und dass Inhalte nicht immer Googles E-A-T-Prinzip treffen, lässt Zweifel aufkommen, ob das aktuelle Update wirklich mit den Änderungen in den Raters Guidelines erklärt werden kann.

Die Verlierer des Core Algorithm Update

Neben den Gewinnern gibt es auch Verlierer des Updates. reizdarm.net büßt knapp 90 % seiner Sichtbarkeit ein, knapp dahinter liegt familienportal.de und weiter hinten folgt thesaurus.com mit nicht ganz 60 %. Auch hier sind meiner Meinung nach zwei Überraschungen dabei, die den Vermutungen zum Google Update widersprechen.

familienportal.de
Laut Impressum wird das Portal vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend herausgegeben. Es beinhaltet Informationen rund um Familie und stellt auch Antragsformulare und Rechner bereit. Auf den ersten Blick wirkt die Seite seriös und vertrauenswürdig. Wo sonst sollten Informationen richtig und echt und zutreffend sein, wenn nicht auf einer Seite, die vom entsprechenden Bundesministerium herausgegeben wird? Google scheint das offenbar anders zu sehen.

thesaurus.com
thesaurus.com ist ein digitales Synonym-Wörterbuch für die englische Sprache. Auch mit dieser Seite geht Google hart ins Gericht, obwohl von dem Gebrauch des richtigen Wortes in den seltensten Fällen unser Leben oder Finanzstatus abhängig ist. Auch werden thematisch keine sensiblen Bereiche bedient. Die Webseite gibt es seit 1995 und hat sich seitdem kontinuierlich weiterentwickelt. Auch wachsende Besuchszahlen und App-Downloads zeigen, dass die Webseite häufig genutzt wird und ihr Angebot von den Nutzern positiv bewertet wird.

Die insgesamt drei Beispiel-Seiten zeigen, dass es wie immer schwer ist, Google in die Karten zu schauen und dass am Ende des Tages alles nur reine Spekulation bleibt. Gewissheit wird es auch hier nicht geben. Oberstes Ziel bei der Inhaltserstellung sollten nach wie vor gute, authentische Inhalte mit Mehrwert sein, aber das liegt nicht erst seit dem jetzigen Google Update auf der Hand.

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Webdesign Trends 2018

Bald ist das erste Viertel des neuen Jahres schon wieder vorbei. Zeit einen Blick in die Zukunft zu werfen: welche Webdesign Trends werden uns 2018 erwarten?

Mobile first

Immer mehr Menschen konsumieren Webseiten über Tablets und Smartphones. Daher ist es wichtig, Webseiten auszuspielen, die für mobile Endgeräte optimiert sind. Eigentlich ist das nicht neu, wird aber leider immer noch nicht von allen Webseiten-Betreibern umgesetzt. Da Google auch seinen Index auf mobile first umstellen wird, ist hier Handlungsbedarf geboten. Mobile Webseiten, die zum Beispiel mit Responsive Webdesign umgesetzt werden, sind 2018 auf jeden Fall ein großes Thema.

Card-Layouts

So genannte Card-Layouts werden immer mehr verwendet. Sie erzeugen eine klar strukturierte und aufgeräumte Webseite, was sich positiv auf die Usability einer Webseite (= Nutzerfreundlichkeit) auswirkt. Damit liegt man 2018 voll im Trend. Bilder oder Texte werden im Card-Layout in Kästen präsentiert, die sich auch für mobile Webseiten-Versionen perfekt anpassen lassen.

Interactive Storytelling

Die Präsentation von Texten und Bildern auf Webseiten wird immer wichtiger. Einfache Bilder und Texte reichen oftmals nicht aus, um die Aufmerksamkeit der User zu wecken und diese auch zu überzeugen. Simple Produktbeschreibungen genügen nicht, sie müssen eine Geschichte erzählen (= Storytelling). Noch spannender und fesselnder werden Inhalte, wenn der User mit ihnen interagieren kann.

Fokus auf jeden einzelnen User

Webseiten und Inhalte sollten so aufbereitet sein, dass sie die anvisierte Zielgruppe genau trifft und bewegt. Die Zukunft geht sogar noch einen Schritt weiter. Jeder einzelne Nutzer soll die für sich perfekte Webseite bekommen, was sich an seiner ganz persönlichen und individuellen User-Experience (= Nutzererfahrung mit der Webseite) orientiert. Das einzelne Individuum steht also im Mittelpunkt des Webdesign und der Präsentation der Inhalte.

Scrolling statt Clicking

Dadurch dass wir immer öfters mit unseren Smartphones und Tablets im Internet unterwegs sind, ändert sich auch unser Nutzerverhalten mit der Webseite. Früher war es fast schon verpönt ewig auf der Seite scrollen zu müssen, in Zeiten des Smartphones ist es völlig akzeptabel. Der Webdesign Trend geht hin zum infinite Scrolling, dem unendlichen Scrollen auf Webseiten. Allein durch das Scrollen, kann der User neue Website-Inhalte erschließen, Klicken ist nicht mehr nötig.

Typografie-Mix

Das Mixen von verschiedenen Schriftarten ist 2018 ausdrücklich erlaubt. Was früher noch ein No-Go war, entwickelt sich heute zum Trend. Der Schrift wird dadurch eine neue Wichtigkeit verliehen und sie rückt stärker in den Vordergrund. Große und gut eingesetzte Schriften können heute durchaus sogar Bilder ersetzen. Verschieden große Schriften haben einen weiteren Vorteil: Der User wird dadurch zu den wichtigsten Aussagen einer Webseite gelenkt.

Bewegliche Hintergründe

Immer beliebter werden Hintergründe mit dynamischen Inhalten wie zum Beispiel Videos oder Bilder. Oftmals lassen sich so wertvolle Informationen schneller und besser vermitteln als mit großen Textwüsten. Außerdem sprechen visuelle Effekte die Emotionen von Usern an. Dynamische Hintergrundelemente sind also ein gutes Mittel, um beim User Gefühle gezielt zu wecken, ihn in eine bestimmte Stimmung zu versetzen und damit zu spielen.

Mut zu weißen Flächen und knalligen Farben

Die Trends zeigen, dass Webseiten immer mehr auf große weiße Flächen setzen. Dadurch heben sich Bilder und Texte besser ab und sind einfacher zu lesen und zu verarbeiten. Farbe wird punktuell eingesetzt, dafür dann meist in knalligen Farbtönen. So wird die Aufmerksamkeit der User gezielt gesteuert und die Webseite wirkt klar und strukturiert, aber dennoch modern und lebendig.

Ladezeit von Webseiten

Bei all den Webdesign-Trends, wie dynamische Hintergründe und interaktive Elemente, darf die Ladezeit von Webseiten nicht außer Acht gelassen werden. Es wird immer wichtiger, dass Webseiten schnell laden. Gerade für mobile Seiten wird dieses Kriterium ab dem Sommer 2018 enorm wichtig. Daher gilt es genau abzuwägen, welche Trends einen echten Mehrwert für den User und somit seine User-Experience verbessern, und welche die Webseite-Performance nur unnötig ausbremsen.

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Quelle 2

Mit Content Marketing durchs Jahr – 2017

Mit Content Marketing durchs Jahr – Januar

Mit Content Marketing durchs Jahr – Februar

Mit Content Marketing durchs Jahr – März

Mit Content Marketing durchs Jahr – April

Mit Content Marketing durchs Jahr – Mai

Mit Content Marketing durchs Jahr – Juni

Mit Content Marketing durchs Jahr – Juli

Mit Content Marketing durchs Jahr – August

Mit Content Marketing durchs Jahr – September

Mit Content Marketing durchs Jahr – Oktober

Mit Content Marketing durchs Jahr – November

Mit Content Marketing durchs Jahr – Dezember

Mit Content Marketing durchs Jahr – Und sonst so?

Googles Mobile First Index

Bereits Ende 2016 kündigte Google an, dass Google seine Suchergebnis-Seiten vom bisherigen Desktop-Index auf einen mobilen Index umstellen wird. Wir klären auf, was sich in den letzten Monaten hier getan hat und wie die Zukunft aussieht.

Was genau bedeutet „mobiler Index“?

Vornweg eine Erklärung, was es mit dem mobilen Index auf sich hat und warum dieser in Googles Augen überhaupt notwendig ist. Bisher läuft das Prozedere, wie Ihre Webseite bei Google in den Suchergebnissen aufgeführt wird, folgender Maßen ab: Google, genauer gesagt der Desktop Googlebot, besucht Ihre Webseite. Davon bekommen Sie eigentlich nichts mit. Er schaut sich die Webseite an, geht Verlinkungen nach und merkt auch, ob die besuchte Desktop-Version der Webseite eine Version hat, die speziell für mobile Endgeräte konzipiert ist. Dann bewertet er Ihre Webseite und merkt sich das Ergebnis seines Besuches. Das heißt, alle Webseiten, die Google in seinen Suchergebnis-Seiten aufführt, wurden aufgrund Ihrer Desktop-Version bewertet. Sucht nun jemand mit seinem Mobiltelefon nach einem Schlagwort bei Google, wird trotzdem die Suchergebnis-Seite auf Grundlage der Desktop-Version aufgeführt, ungeachtet dessen, ob es eine eigene mobile Webseite gibt, diese mobiltauglich ist, oder es keine eigene mobile Webseite gibt. Dieses bisherige Vorgehen von Google führte oftmals zu einem Problem. Um dies zu verstehen, muss man sich zunächst ansehen, welche Möglichkeiten es gibt, eine mobile Webseite zu realisieren.

Drei Möglichkeiten für mobile Webseiten

Die erste, ist die einfachste: Es gibt gar keine mobile Webseite. Hier entsteht auch kein Problem. Die Inhalte zwischen Desktop-Version und „mobiler Version“ sind 1:1 dieselben. Dass eine Webseite keine mobile Webseiten-Version hat, heißt aber nicht automatisch, dass dies gut ist. Im Gegenteil: nicht mobilfähige Webseiten werden in der Regel bei Google viel weiter unten in der Suchergebnis-Seite platziert.

Die zweite Möglichkeit ist die Umsetzung der Webseite mittels Responsive Design. Dieses sorgt dafür, dass sich die Webseite automatisch an Desktop oder Smartphone anpasst. Auch hier sind die Inhalte zwischen Desktop- und mobiler Version nahezu identisch. Und Google hat kein Problem.

Zu Letzt bleibt noch die Option, zwei separate Webseiten zu erstellen: eine für Desktop, eine für mobil. Diese unterscheiden sich in der URL und für gewöhnlich auch in den Inhalten. Da zwei getrennte Webseiten immer einen höheren Pflegeaufwand mit sich bringen, ist die mobile Seite häufig nur eine inhaltlich abgespeckte Version der Desktop Variante. Wo sich hier noch häufig ein wertvoller Blog befindet, sucht man den bei der mobilen Seite vergebens. Und genau hier fangen Googles Probleme an.

Googles Problem

Eine Zoohandlung zum Beispiel betreibt auf der Desktop-Version Ihrer Webseite einen ausführlichen Blog, auf dem sie über das beste Futter für Hunde schreibt. In der mobilen Version aber verzichtet sie gänzlich auf den Blog. Sucht nun ein Nutzer bei Google von seinem Smartphone aus nach „bestes Hundefutter“ wird die Webseite der Zoohandlung aufgeführt. Der User klickt darauf. Google erkennt, dass es zu dieser Webseite eine mobile Version gibt und leitet den Nutzer auf die mobile Version der Webseite um. Hier sucht der Nutzer dann vergebens nach dem besten Hundefutter, da Informationen dazu in der mobilen Version fehlen. Der Nutzer hat dadurch kein positives Nutzererlebnis und Google hat seinen Anspruch, den Suchenden die beste Antwort auf Ihre Fragen zu liefern, verfehlt. Google steht also vor einem großen Problem.

Googles Lösung

Sie ahnen es wahrscheinlich schon, wie Googles Lösung aussieht: einen mobilen Index erschaffen. Google will also nicht mehr die Desktop-Version einer Webseite für die Suchergebnisse bewerten, sondern deren mobile Version.

Auswirkungen des mobilen Index für Unternehmen

Auswirkungen von Googles großen Plänen spüren nur solche, die eine Webseite für Desktop und eine extra Webseite für mobil haben. Alle anderen dürften von den Änderungen nicht betroffen sein, da hier die Inhalte identisch sind, hier ist es egal, welche Webseiten-Version von Google für die Suchergebnisse bewertet wird. Für solche, die von den Änderungen betroffen sein könnten, gibt es zwei Handlungsempfehlungen:

  • Für die suchrelevanten Inhalte sollten die Inhalte auf beiden Webseiten-Versionen identisch sein.
  • Sie realisieren Ihre Webseite im Responsive Webdesign.

Wann tritt der mobile Index in Kraft?

Obwohl Googles Ankündigung nun schon ein gutes halbes Jahr her ist, gibt es immer noch kein genaues Startdatum. In den letzten Tagen hat es sich sogar herauskristallisiert, dass eine vollständige Umsetzung des mobilen Index noch mehrere Monate, wenn nicht sogar Jahre, dauern kann. Als Gründe nennt Google, dass man den Übergang so sanft wie möglich gestalten will.

Auch wenn es erst einmal Entwarnung gibt und man vermutlich noch einige Monate Luft hat, bis Googles Pläne tatsächlich Realität werden, sollte man die Zeit nutzen und sich über seine mobile Version einer Webseite Gedanken machen und vorsorgen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis Google seine Ideen tatsächlich umsetzt, denn mittlerweile erfolgen rund 50 % aller Suchanfragen bei Google bereits jetzt schon über mobile Endgeräte – Tendenz weiter steigend. Langfristig gesehen kann es sich Google nicht leisten, schlechte und streng genommen irrelevante Ergebnisse für seine Suchenden auszuspielen.

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Neue EU Datenschutzverordnung ab Mai 2018 – Teil 2

Im ersten Teil zur neuen EU Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) haben wir Ihnen die wichtigsten Neuerungen gezeigt. Diese neuen Regelungen, die ab dem 25.05.2018 gültig sind, bringen Vor- und Nachteile mit sich.

Vorteile der neuen DSGVO

EU weit herrscht ab dem 25.05.2018 eine einheitliche Datenschutzverordnung vor. Diese sorgt für Wettbewerbsgleichheit innerhalb der EU, da sich alle Ländern an dieselben Regelungen halten müssen, wenn Sie zum Beispiel persönliche Daten für Marketingaktivitäten sammeln. Auch Unternehmen, die ihren Sitz in nur einem EU Land haben, aber EU weit tätig sind, müssen sich künftig nicht mehr mit mehreren Datenschutzgesetzen herumschlagen. Betrachtet man die reine Unternehmensseite, hören die Vorteile der neuen DSGVO vermutlich hier auf. Allerdings wirkt sie sich auch positiv auf Nutzer/Betroffene, also auch auf uns selbst, aus.

Den Betroffenen werden wesentlich mehr Rechte zugesprochen. Unternehmen müssen informieren, was mit den personenbezogenen Daten geschieht, zu welchem Zweck diese erhoben werden, und wir müssen ausdrücklich der Datenerhebung zustimmen. Daten dürfen nicht mehr „einfach so“ erhoben werden. Die neue EU DSGVO besagt auch, dass man sich ab sofort an die Datenschutzbestimmungen des Landes zu halten hat, in dem der Betroffene lebt.

Nachteile der neuen DSGVO

Des einen Freud‘ ist des anderen Leid. Während sich Nutzer und Datenschützer über ihre stärkeren Rechte freuen, müssen sich Unternehmen umstellen. Sie müssen nun Prozesse etablieren, um datenschutzkonform Daten sammeln zu können. Dies bedeutet einen wesentlichen Zeitaufwand und ist komplizierter. Einwilligungen müssen aktiv eingeholt werden und Daten dürfen nur zu einem bestimmten Zweck gesammelt werden. „Einfach so“ und „nebenbei“ ist nicht mehr drin. Dazu kommen umfassende Dokumentationspflichten und der Nachweis, dass man datenschutzkonform arbeitet. Wer die Umstellung und Anpassung seiner Prozesse erst einmal gemeistert hat, profitiert auch von der neuen DSGVO. Einen kleinen Trost gibt es dabei: EU weit sind alle Unternehmen betroffen.

Was Sie als Unternehmen nun aktiv tun können

Bevor Sie erste Maßnahmen ergreifen können, ist es wichtig, dass Sie sich einen Überblick verschaffen: An welcher Stelle, werden wie welche Daten zu welchem Zweck erhoben und gespeichert? Wo werden diese Daten gespeichert und wie lange? Wer verarbeitet diese Daten weiter? Werden diese Daten an Dritte weitergeleitet? Hier hilft eine genaue Dokumentation.

Dann sollten Sie sich fragen, ob Sie tatsächlich all die Daten, die Sie momentan von Ihren Kunden erheben, auch tatsächlich brauchen. Seien Sie hier ehrlich und beschränken Sie sich künftig nur auf die wesentlichen Punkte. Datenminimalismus ist hier das Stichwort.

Vergleichen Sie: Wie werden Daten bisher erhoben und steht diese Datenerhebung bereits im Einklang mit der neuen DSGVO? Ergeben sich Diskrepanzen, müssen diese geschlossen werden. Erstellen Sie ein Konzept, wie Daten künftig datenschutzkonform erhoben und gespeichert werden können, und setzen Sie dieses Konzept um.

Prüfen Sie, ob Sie alle Anforderungen der neuen DSGVO erfüllen können.

Wenn Sie selbst nicht ausreichend Erfahrung in Sachen Datenschutz mitbringen, sollten Sie sich eine Fachkraft ins Boot holen, zumindest solange bis die neuen Prozesse zur Datenverarbeitung in Ihren Unternehmen eingeführt und etabliert sind.

Zu guter Letzt sollten Sie noch über Zertifizierungen nachdenken und diese ggf. vornehmen.

Bis die neue DSGVO gültig ist, dauert es zwar noch einige Monate, Unternehmen sollten sich aber jetzt schon mit der Thematik auseinandersetzen, denn die Anpassungen können einiges an Zeit in Anspruch nehmen.

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