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SEO Trends 2017

Ende letzten Jahres haben wir Ihnen bereits einen knappen Überblick über die Trends 2017 verschafft. In diesem Beitrag beleuchten wir die erwarteten Trends aus der Suchmaschinenoptimierung etwas ausführlicher.


Epic Content

„Content is king“ ist eigentlich schon eher ein alter Hut und deswegen fragen sich natürlich viele SEOs, ob dieses Credo auch für 2017 gilt. Inhalte sind nach wie vor einer der wichtigsten Bestandteile der Suchmaschinenoptimierung, denn davon leben die Webseiten einfach. Menschen sind auf der Suche nach Informationen und nach Antworten auf ihre Fragen, beides müssen Webseiten liefern. Und genau dahin geht der Trend: Im Mittelpunkt steht der Nutzer und die Frage, was er überhaupt lesen möchte, welche Fragen bei ihm auftreten könnten, welcher Sprachstil zu ihm passt. Keywords spielen nur noch eine untergeordnete Rolle. In Zukunft geht es darum, den User mit Texten, Bildern und weiterem Material abzuholen und die Inhalte genau auf seine Bedürfnisse auszurichten.


Content Marketing

Wenn wir schon beim Thema Content sind, wie steht es mit dem Content Marketing, geht der Hype darum weiter? Mittlerweile ist fast jeder auf diesen Zug aufgesprungen und macht mehr oder weniger erfolgreiches Content Marketing. Die Folge: Wir werden von der Content-Flut überschwemmt und wir werden ein Stück weit immun dagegen. Content Marketing ist immer noch wichtig, aber man muss sich von der Masse abheben und herausstechen. Kreativität ist mehr gefragt als je zuvor. Dabei sollte man auch neue Kanäle und Formen einbeziehen und experimentierfreudig sein. Die ehemals so beliebten Infografiken befinden sich auf dem Rückmarsch, während YouTube gerade regelrecht boomt.


Mobile First

Ein riesengroßes Thema, das uns bereits letztes Jahr beschäftigt hat, ist Mobile. Google hat bereits 2015 und 2016 deutlich gemacht, wie wichtig die Optimierung von Webseiten für mobile Endgeräte, also Smartphones, ist bzw. dass für die Desktop-Version einer Webseite überhaupt eine Version für Smartphones existiert. Es wurden zwei Mobile-Updates (Mobilegeddon 1 und Mobilegeddon 2) ausgerollt und 2017 will Google sogar noch einen Schritt weiter gehen: es soll nur noch einen mobilen Index geben, der Desktop-Index wird also abgelöst und in den Hintergrund gestellt. Bisher schaut Google noch, ob für die Desktop-Version einer Webseite auch eine entsprechende mobile Version vorhanden ist. Doch dies will Google künftig umdrehen, einen genauen Termin für diese gravierende Änderung gibt es allerdings noch nicht.


Das heißt, dass spätestens jetzt Webseitenbetreiber eine Webseiten-Version, die für mobile Endgeräte angepasst ist, für User zur Verfügung stellen und den Fokus künftig auf die Optimierung ihrer mobilen Seite legen sollten, selbst wenn der Großteil des Traffics und des Umsatzes immer noch über die Desktop-Version generiert wird. Googles Umstellung zu Mobile First wird sich vermutlich auch auf das Crawling und Ranking der Desktop-Version auswirken, da der Desktop-Index zwar nicht gänzlich verschwinden wird, aber nicht mehr so aktuell gehalten wird wie der mobile Index.


Mobil optimierte Webseiten

Manche Webseitenbetreiber stellen sich nun vielleicht die Frage, was denn genau eine Webseite ausmacht, die für Smartphones optimiert wurde. Folgendes sollten Sie berücksichtigen:

  • Die mobile Webseite sollte gut mit dem Smartphone nutzbar und bedienbar sein
  • Alle relevanten und nötigen Informationen sollten auf der mobilen Webseite auffindbar sein und mobilfreundlich dargestellt werden
  • Google sollte sowohl die mobile Webseite als auch die Desktop-Version ohne Probleme crawlen und zwischen den beiden Versionen eine Verknüpfen herstellen können

AMP

Ein weiterer Punkt für mobil optimierte und mobilfreundliche Webseiten sind schnelle Ladezeiten. Eine Möglichkeit die Ladegeschwindigkeit von Webseiten zu verringern ist der Einsatz von AMP (Accelerated Mobile Pages). AMP ist eine HTML-Spezifikation bzw. ein Framework, das in Webseiten eingebunden wird.


Wie funktioniert AMP?

Webseiten mit AMP sind in ihrer technischen Funktionalität eingeschränkt, das heißt HTML, Javascript und CSS dürfen nicht im gleichen Maße eingesetzt werden wie bei normalen Webseiten. Durch diese Eingrenzung wird weniger Speicherplatz verwendet und die Webseite ist insgesamt technisch nicht so komplex wie normale Webseiten. Außerdem werden die Webseiten mit AMP direkt bei Google gecacht. Durch AMP können mobile Webseiten quasi sofort, ohne warten zu müssen, geladen werden.


Nachteile von AMP

Aber es ist nicht immer alles Gold, was glänzt. Der Einsatz der AMP-Technik hat auch einige Nachteile. Durch die Einschränkungen bei CSS, HTML oder Javascript sind manche Features auf einer Webseite nicht mehr umsetzbar, wie zum Beispiel Animationen. Oder auch Tracking-Pixel können nicht ohne weiteres einfach so eingebunden werden. Ob sich für einen Webseitenbetreiber der Einsatz von AMP lohnt, muss individuell betrachtet und im Einzelfall entschieden werden.


Künstliche Intelligenz

Von Künstlicher Intelligenz (KI) bzw. Machine Learning haben wir schon einiges gehört und dies wird 2017 immer mehr zum Thema. Google setzt bereits seit 2015 Machine Learning ein und nennt sein „Gehirn“ RankBrain. Es dient in erster Linie dazu, um die völlig neuen, noch nie gestellten Suchanfragen – die immerhin 15 % aller Suchanfragen bei Google ausmachen – zu verstehen und den fremden Wörtern und Sätzen eine Bedeutung zuzuweisen. Google lernt also selbstständig immer mehr dazu.


Wie funktioniert Machine Learning?

Machine Learning und Künstliche Intelligenzen sind kein einfaches Thema. Vereinfacht gesagt, füttert man einen Computer mit jeder Menge Daten, in Googles Fall mit Millionen von Webseiten. Nun gibt man diesem Computer noch den Befehl, alle Webseiten nach Wichtigkeit zu sortieren. Nach welchen Parametern der Computer die Webseiten nun nach Wichtigkeit sortiert, bleibt dem Computer völlig selbst überlassen. Er probiert aus und macht Erfahrungen, von denen er wiederum neue Handlungen ableitet. Dadurch lernt er erstaunlich schnell für welche Suchanfragen, welche Webseiten am wichtigsten sind.


Was bedeutet Machine Learning für SEO?

Google ist mit RankBrain schon sehr gut und wird jeden Tag besser. Die Suchmaschine lernt selbstständig und schlüpft mit ihrem „Gehirn“ fast schon in die Rolle des Users. Google kann die Webseite immer besser aus Sicht der User verstehen und auch bewerten. Und Google lernt auch seine User mit ihren Vorlieben und Präferenzen immer besser kennen. Bestellen Sie sich am Wochenende regelmäßig Pizza und suchen Sie an einem Sonntag nach einem Restaurant in Ihrer Nähe, wird Ihnen Google sehr wahrscheinlich zuerst einen Italiener anzeigen. Bestellen Sie sich regelmäßig Historische Romane und googeln Sie dann nach aktuellen Neuerscheinungen, wird Ihnen Google vermutlich zuerst alle neu erschienenen Historischen Romane aufführen. RankBrain wird lernen, was Ihnen gefällt, was Sie lieber mögen und wie Sie ticken. Das heißt, Google wird in der Lage sein für jeden User ganz individuelle, personalisiert Suchergebnisse anzuzeigen.


Suchmaschinenoptimierung wird dank Machine Learning und Künstlicher Intelligenz immer mehr zur Herausforderung. Umso wichtiger ist es, seine User bzw. die Zielgruppe und ihre Suchabsichten zu kennen und diese optimal mit Inhalten zu bedienen. Der User muss also in den absoluten Fokus einer jeden Suchmaschinenoptimierung rücken.


Weitere Entwicklungen

Neben diesen großen Entwicklungen, zeichnen sich auch noch einige weitere Trends mehr oder weniger stark für das kommende Jahr ab.


Voice Search

Mit Siri hat alles angefangen. Apple stattete 2011 sein Iphone 4s mit diesem Sprachassistenten aus, der gesprochene Anfragen verarbeiten und auch beantworten konnte. Heute, gute 5 Jahre später ist Siri nicht mehr alleine auf dem Markt, sondern hat Geschwister bekommen wie Microsofts Cortana.


Momentan benutzen wir solche Sprachassistenten noch, um eine Telefonnummer aus der Kontaktliste anrufen zu lassen, um uns an Termine zu erinnern oder um nach Kinozeiten zu fragen. Bisher sind Anfragen mit kommerziellem Charakter via Sprachassistenz rar. Noch. Die Entwicklungen sind bereits da und immer mehr Gadgets wie zum Beispiel der Amazon Echo, werden mit Sprachassistenten ausgestattet. Vollständig durchgesetzt hat sich dieser Trend aber noch nicht. Und es bleibt auch abzuwarten, ob der Durchbruch bereits 2017 erfolgen wird.


Strukturierte Daten

Google ist zwar schon clever und wird dies dank Machine Learning auch von Tag zu Tag mehr, aber gerade bei Wörtern mit Mehrdeutigkeiten tut sich Google schwer, deren Bedeutung sofort zu erkennen und zu verstehen. Mit sogenannten Strukturierten Daten können wir Google dabei unterstützen. Nehmen wir zur Veranschaulichung der Problematik das Wort Bau. Was ist damit nun gemeint? Die Herstellung eines Gebäudes? Eine Tierhöhle? Ein Gefängnis? Alles ist möglich, denn die Bedeutung von Wörtern ergibt sich nur aus dem inhaltlichen Zusammenhang. Auch Google wird in der Lage sein, dem Wort aus dem Kontext heraus die richtige Bedeutung zuzuordnen, nur tut sich Google damit schwer und braucht viel Energie. Leichter geht es, wenn man die Wörter und mit einer Art Klasse kennzeichnet und Google direkt wissen lässt, ob es sich um ein Gebäude, eine Tierhöhle oder um ein Gefängnis handelt. Diese Klassifizierung kann man mit den sogenannten Strukturierten Daten vornehmen und Google somit helfen, die Texte einer Webseite schneller zu verstehen und zu bewerten.


Das Aus für Penguin, Panda & Co.

Während die letzten Jahre immer mal wieder ein Aufschrei durch die SEO-Szene ging, wenn Google wieder mal eines seiner berühmten manuellen Updates ausgespielt hat, dürfte dies künftig ein Ende haben. Denn diese manuellen Updates wie Panda oder Penguin, wurden nun selbst Teil des Kern-Algorithmus‘. Hier bleibt noch das Update Penguin 4.0 im Kopf hängen, über das wir in einem gesonderten Artikel bereits letztes Jahr berichtet haben.


Fazit

Wir dürfen gespannt sein, welche Entwicklungen sich in welchem Maße 2017 durchsetzen werden. Googles Mobile-First-Ausrichtung scheint gesetzt zu sein, da dies von Google bereits 2016 selbst angekündigt wurde. Ob sich Voice Search durchsetzt, bleibt dagegen abzuwarten.


Insgesamt gilt für die Suchmaschinenoptimierung das, was sich in den letzten Monaten bereits abzeichnete, immer mehr: Den Nutzer in den Fokus von Webseiten stellen und die Webseite für Nutzer gestalten und nicht für Google. Um dies zu bewältigen und den User glücklich zu machen, wird Suchmaschinenoptimierung immer mehr Teil eines allgemeinen und ausgewogenen Marketing Mix, der die ausgetretenen Pfade auch mal verlassen sollte, um sich mit YouTube oder Influencer Marketing zu beschäftigen.


Außerdem sollte man sich nicht nur ausschließlich auf Google als Suchmaschine konzentrieren, sondern auch andere Quellen und Möglichkeiten der Suche in Betracht ziehen. YouTube, Facebook und allen voran Amazon werden immer mehr zu starken Suchmaschinen, die bei der Suchmaschinenoptimierung nicht außer Acht gelassen werden sollten.


Quellen:

SEO Trends 2017 - seokratie.de
SEO Trends 2017 - ehrlichesonlinemarketing.de
Mobile First - Sistrix
AMP - Internetkapitäne
AMP - ranking-check.de
KI - seokratie.de
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